Der Dispatcherraum im TO-01
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Vom Dispatcherraum im 2.UG wurde die komplette technische Versorgung des Schutzbauwerkes mit seinen
über 190 Räumen für die verschiedenen Betriebsarten gesteuert und überwacht.
Das Schleusen beim Betreten und Verlassen steuerte von hier der Dispatcher.
Jedes Bauwerk war außerdem in 2 hermetisch getrennte Brandabschnitte aufgeteilt,deren Zentrale hier war.
Hier liefen auch die Steuerungen für die Strom-,Luft-,Wasser- und Abwasserversorgung der Bunker zusammen.
Von 4 externen Tiefbrunnen wurde das Kühlwasser ins Bauwerk gepumpt und hier kontrolliert.
Auch die Hochspannungssicherungsanlage um den eigentlichen Bunkerbereich wurde von hier bedient.
Links im Bild der Schaltschrank zur Umsteuerung der Betriebsweisen I,II und III.
Im Hintergrund die Netzersatzsteuerung für die 4 Dieselaggregate,die über einen in der Bunkerdecke
eingebauten Massekühler Verbrennungsluft auch bei Napalmangriffen ansaugen konnten.
Rechts im Hintergrund der Schaltschrank für die Außenluftüberwachungsapparatur DAU,die bei
Grenzwertüberschreitungen eine automatische Betriebsartensteuerung der Bauwerkshermetisierung
ermöglichte.
Neben einem zivilen ESER-Großrechersystem EC-1056 zur Gefechtsvorbereitung im GA-V,mit einer eigenen Klimaanlage ausgestattet,waren weitere umfangreiche technische Anlagen zur Sicherstellung des automatischen Betriebes im Schutzbauwerk untergebracht,das funktionell in 10 Gefechtsabschnitte aufgeteilt war.
So 4 Schiffsdieselaggregate zur Notstromversorgung,eine automatische Netzersatzanlage,drei Umformergeneratoren zur Erzeugung von 400Hz-Wechselspannung,ABC-Luftfilteranlagen ,sowie mehrere Systeme zur Kühlung,wobei anfangs das aus eigenen Brunnen gewonnene Kühlwasser in den nahen Petersdorfer See abgeleitet wurde.Ab 1983 sorgte eine externe Kühlanlage für die Ableitung der Wärme im Bauwerk,wo in den technischen Räumen die Temperatur bei 28 °C lag.
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