Der "Fuchsbau" zwischen 1960 und 1978
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Modellansicht des rekonstruierten und erweiterten Fuchsbau-Bunkers zu Beginn der 60-iger Jahre
1960 beginnt unter strenger Geheimhaltung ein "Sonderbaustab 22 beim Ministerium für Post- und Fernmeldewesen" mit der Rekonstruktion des Weltkriegsbunkers.
In Verantwortung des Ministeriums des Innern wurde die Bunkerruine komplett freigelegt. Beschädigte Stollenbereiche wurden weggesprengt. Dabei wurde auch die nördliche Notausgangstreppe entfernt.
Andere Abschnitte wurden erneuert und an der Südseite kamen neue Stollen hinzu.Vor dem Stollenhaupteingang entsteht der Kopfbau. Ein Heizhaus, ein Mehrzweckgebäude und das Gebäude für die Wachkompanie kommen hinzu. Für die Bauarbeiten wurden hauptsächlich Strafgefangene aus der Untersuchungshaftanstalt Fürstenwalde eingesetzt.
Die ersten "Mieter" waren die Deutsche Post mit einer Übertragungsstelle und der Luftschutz der DDR mit einer Warn-und Alarmierungszentrale.
Doch auf Grund der veränderten Weltlage zog 1962 die Nationale Volksarmee in den Bunker und richtete sich hier mit einem Wechselgefechtsstand für die Führungsstelle der Luftverteidigung ein, deren Hauptsitz sich in Eggersdorf bei Berlin befand. Die Liegenschaft wird weiträumig zum Sperrgebiet deklariert und von einer Wachkompanie gesichert.
Viele Angehörige des Innenministeriums werden von der NVA übernommen und kümmern sich um das Wohl des neuen "Fuchsbaus", der jetzt die Tarnbezeichnung "Prüfstelle" erhält.
Die relativ kleine Sicherstellungstruppe hat hier bis 1975 ein ruhiges Leben und hält die Anlage in Bereitschaft.
Nur zu Manövern und in Krisensituationen trifft hochrangiger Besuch aus Eggersdorf ein.

Ab 1973 umgibt eine Hochspannungssicherungsanlage das Areal um den Bunker.

Dann rücken Baupioniere mit schwerer Technik an und richten sich in einem Barackenlager unweit der Alten Petersdorfer Strasse häuslich ein.In einer tiefen Baugrube wächst neben dem alten Bunker bald ein modernes Schutzobjekt heran.

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